Schlagfertige Tipps

Hier finden Sie eine kleine Auswahl an nützlichen Techniken:

Vorwurf voll akzeptieren – Das unerwartete Zustimmen!

Sie entziehen dem Vorwurf die Angriffsfläche, wenn Sie die Werteordnung des Angreifers nicht
annehmen und voll dazu stehen, was man Ihnen vorwirft. Diese Technik funktioniert perfekt bei all den Angriffen, die im Grund wahr sind!

Beispiele:
Von der Körpergrösse sind Sie sehr klein rausgekommen.
⇒ Das haben Sie aber gut beobachtet.

Sie sind dafür verantwortlich, dass Leute entlassen werden?
⇒ Na klar bin ich verantwortlich, wer denn sonst?

Wenn Sie das mitnehmen, ist das aber gestohlen.
⇒ Ja sicher, was dachten Sie denn?

 

Kategorisch die Anschuldigungen zurückweisen  Glasklar richtigstellen!

Sie gehen in zwei Schritten vor:
1) Bewerten Sie zunächst den Vorwurf
2) Behaupten Sie anschliessend das Gegenteil. (Oder stellen Sie Ihre Sicht der Dinge dar)

Als einleitende Bewertung können Sie sagen:
- Das sehen nur Sie so….
- Sie täuschen sich…
- Das ist Ihre Meinung….

Beispiele:
Sie haben bei dem Projekt Fehler gemacht.
⇒ Sie täuschen sich – Das Projekt ist voll durchdacht!

Was wollten Sie eigentlich sagen mit Ihrem Vortrag? Das kam nicht durch.
⇒ Das sehen Sie so – Es kam sehr wohl durch. Alle anderen haben es verstanden.

Sie spielen doch nur was vor.
⇒ Das mag Ihre Sicht der Dinge sein – Was Sie als Spiel interpretieren, ist die bittere Wahrheit!

 

Übertriebene Zustimmung

Sie stimmen dem Vorwurf zu, aber derart übertrieben, dass es lächerlich wirkt.
Sagen Sie zunächst einmal “Stimmt…” und dann machen Sie den Satz übertrieben zu Ende.

Beispiele:
Du schnarchst!
⇒ Stimmt, das löst bei uns im Viertel jede Nacht Fliegeralarm aus.

Sie sind heute Morgen wieder zu spät gekommen.
⇒ Zu spät? Meistens ist es schon Feierabend, wenn ich hier ankomme.

Haben Sie kein Selbstvertrauen, dass Sie in den Kurs kommen müssen?
⇒ Ja, so wenig, dass mich sogar meine Frau anmelden musste.

Sie haben aber eine schöne Unordnung vor dem Haus!
⇒ Sehen Sie unser Haus überhaupt noch?

 

Eine vorwurfsvolle “Warum”-Frage nie mit “weil” beantworten

Das “weil” klingt immer nach Rechtfertigung und Verteidigung. Streichen Sie das “weil”. Machen Sie eine Aussage. Das wirkt souverän und selbstbewusster.

Beispiele:
Warum sind Sie nicht verheiratet?
⇒ Zu weich: Weil Heirat die Liebe tötet
⇒ Besser: Heirat tötet die Liebe!

Warum sind Sie nicht mit dem Bus gekommen wie alle anderen?
⇒ Zu weich: Weil ich es liebe alleine im Auto zu fahren.
⇒ Besser: Ich liebe es, alleine im Auto zu fahren!